Gemeinsame Wurzeln und gemeinsame Werte - AWO und SPD vereinbaren engere Zusammenarbeit

Vergangenen Montag trafen sich der AWO Kreisverband Böblingen-Tübingen e.V. und der SPD Kreisverband Böblingen zu einem gemeinsamen Austausch im Haus der Arbeiterwohlfahrt in Böblingen.

„Wir möchten unsere Zusammenarbeit intensivieren. Nicht nur gemeinsame Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sowie der Wille zur politischen Veränderung unserer Gesellschaft verbinden uns. Sehr viele Mitglieder der AWO sind auch Mitglied in der SPD und umgekehrt.“ betonte die SPD-Kreisvorsitzende Jasmina Hostert.

Begonnen hatte der Abend mit einem Bericht des AWO-Geschäftsführers Thomas Brenner, der auch für die SPD im Kreistag sitzt. Er stellte zusammen mit dem Vorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt im Landkreis Böblingen Herbert Protze die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder und den Hintergrund der AWO vor.

„Viele sehen uns nur als wichtigen Akteur bei den sozialen Diensten. Wir sind aber auch im Bereich der Schulsozialarbeit, bei der Integration von Migranten und natürlich in der Kinder-und Jugendarbeit aktiv. Beispielsweise kennen viele sicher noch das Waldheim aus ihrer Kindheit“, erläutert Herbert Protze.

Vor allem kommunale Themen und die engere Zusammenarbeit von AWO und SPD waren Themen des gemeinsamen Austauschs. Vereinbart wurde zukünftig zusammen Projekte zu begleiten und Veranstaltungen zu verschiedenen Themenbereichen zu organisieren. Insbesondere in der Sozialpolitik sollen politische Vorhaben angestoßen werden, um eine höhere Kompetenz und stärkere Durchsetzungskraft zu haben.

Die AWO Böblingen-Tübingen beschäftigt rund 150 Mitarbeiter, darunter viele Freiwilligendienst- Leistende und ist somit einer der wichtigsten Akteure im Bereich sozialer Dienstleistungen. 

Wahlnachlese bei der Mitgliederversammlung der Kreis-SPD

Jasmina Hostert: „Soziale Gerechtigkeit muss wieder stärker in den Mittelpunkt unserer Partei gerückt werden.“

Vergangene Woche versammelten sich rund hundert Mitglieder des SPD Kreisverbands Böblingen im Georg-Pfäfflin-Haus in Waldenbuch, um mit dem SPD-Landesvorsitzenden und noch amtierenden Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid sowie den Kandidaten der Landtagswahl Angelika Klingel und Florian Wahl den Wahlausgang zu diskutieren. „Es ist wichtig, dass wir gerade jetzt gemeinsam über die miserablen Wahlergebnisse diskutieren und einen Erneuerungsprozess für die Zukunft angehen“, betonte die Kreisvorsitzende Jasmina Hostert.

Über die externen Einflüsse auf das schlechte Ergebnis bei der Landtagswahl waren sich die Genossinnen und Genossen schnell einig: Sowohl die starke Personalisierung zugunsten des Ministerpräsidenten als auch der thematische Fokussierung auf die bundespolitische Flüchtlingsthematik trugen hierzu bei.

Nils Schmid gab auch eigene Fehler zu: Insbesondere die fehlende Profilierung gegenüber den Grünen sei ein Fehler gewesen. Sowohl die Abschaffung der Studiengebühren, als auch die zusätzlichen Lehrerstellen seien gegen den Willen der Grünen durchgesetzt worden, man hätte aber verpasst dies richtig herauszustellen. Zudem müsse man zukünftig mehr auf den öffentlichen Diskurs wert legen und aus der guten inhaltlich Arbeit ein Lebensgefühl ableiten, welches nach außen hin einfacher zu vermitteln ist.

Im weiteren Verlauf des Abends kamen viele der anwesenden Zuhörer zu Wort. Kritisch, aber sehr konstruktiv positionierten sich die Mitglieder. „Wir müssen wieder Glaubwürdigkeit zurückgewinnen. Unser Regierungshandeln war in vielen Teilen sehr gut. Allerdings nicht an allen Stellen klar genug, damit es einfach verstanden werden kann“, so ein Genosse. Auch die schwierige Rolle als Juniorpartner in einer Koalition sowie der Umgang mit der AfD standen zur Diskussion. Es dürfe beispielsweise nicht der Eindruck entstehen, dass die SPD Wählerinnen und Wähler der AfD pauschal als Rassisten bezeichnet.

Nils Schmid bekräftigte seine Position vorerst nicht zurückzutreten: Zuerst müsse man einen Erneuerungsprozess einleiten und Strukturen verändern. Bei einem frühzeitigen Rücktritt würde dies durch eine reine Personaldiskussion überdeckt werden.

„Die Vielfalt unserer Gesellschaft muss sich auch in unseren Gremien und Fraktionen widerspiegeln. Frauen und Migranten sind unterrepräsentiert. Das ist nicht zufriedenstellend. Auch das Thema soziale Gerechtigkeit muss unsere Partei stärker zu ihrem Kernthema machen und nach außen positionieren. Diese Themen sind für den Erneuerungsprozess unverzichtbar", betonte die SPD Kreisvorsitzende Jasmina Hostert.

Am 30.04. findet in der Kongresshalle in Böblingen eine Basis-Konferenz der SPD Baden-Württemberg statt. Dort soll gemeinsam mit allen Mitgliedern die Neuausrichtung der SPD thematisiert werden. 

Kreis-SPD verankert Gebühren-Abschaffung im Regierungsprogramm

Vergangenen Montag haben der baden-württembergische Wirtschafts- und Finanzminster und Spitzenkandidat der SPD Nils Schmid und die Generalsekretärin Katja Mast das Regierungsprogramm für die Wahlperiode nach der Landtagswahl am 13.März 2016 vorgestellt.

Modernisierung und Miteinander sind die politischen Leitlinien, der SPD Kreisverband Böblingen hat mit zwei Anträgen dazu beigetragen diese auch mit konkreten Inhalten zu füllen.
"Mit einem Antrag haben wir uns dafür eingesetzt, dass die Meistergebühren gesenkt werden, das Meister-BaföG verbessert und ein Meister-Bonus bei erfolgreicher Ausbildung eingeführt wird. Ich freue mich, dass wir dies im Programmentwurf verankert haben und damit einen Schritt weiter in die Richtung gehen, Bildung von Herkunft und finanziellen Möglichkeiten zu entkoppeln", erklärt der Böblinger Landtagsabgeordnete Florian Wahl.

Einen weiteren Punkt konnten die Böblinger Genossinnen und Genossen im Programmentwurf verankern, der im Januar auf dem Landesparteitag verabschiedet werden soll: Die Kitagebühren sollen schrittweise abgeschafft werden.
"Die Abschaffung von Kitagebühren wird viele Eltern in unserem Land enorm entlasten. Es wird aber auch viele Eltern, die sich die Gebühren nicht leisten können, die Möglichkeit geben, ihre Kinder überhaupt in eine Kita zu schicken. Damit hätten wir unser Ziel erreicht: Frühkindliche Bildung allen Kindern, unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern, zu ermöglichen“, so die Kreisvorsitzende und Mutter einer vierjährigen Tochter Jasmina Hostert.

Die SPD-Landtagskandidatin im Wahlkreis Leonberg-Herrenberg Angelika Klingel meint dazu: „Wir haben durch unsere Anträge deutlich gemacht, dass unsere Vorstellungen von Solidarität und Gerechtigkeit und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger auf Landesebene gehört werden. Dies ist ein deutliches Signal! Mit den Entlastungen für die Menschen in den wichtigen Lebensbereichen Ausbildung und frühkindlicher Bildung sind wir auf dem richtigen Weg.“ Wichtig sei auch, dass die entstehenden Neuerungen nicht zur zusätzlichen Belastung für Kommunen und Landkreise werden, sondern wie im Studien – und Schulbereich durch das Land Unterstützung finden. 

SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus im Kreis Böblingen gegründet.

Bild v.l.n.r Norbert Gietz, Jürgen Grahl, Dr. Yusuf Shoaib

Der SPD Kreisvorstand hat am letzten Mittwoch die Arbeitsgemeinschaft 60 plus konstituiert. Unter Leitung des Stellvertretenden Kreisvorsitzenden Norbert Gietz wurde Jürgen Grahl aus Ehningen zum Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft gewählt. Zu seinem Stellvertreter wurde Dr. Yusuf Shoaib aus Leonberg gewählt. 
In der Diskussion mit dem Gast, dem Stellvertretenden Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft 60Plus auf Landesebene, Peter Steinhilber, wurde rege über die Themenfelder der 60plus diskutiert. Es zeigte sich sehr schnell, dass sich die neue Arbeitsgemeinschaft nicht als Kaffeekränzchen versteht, sondern mit konkreten politischen Vorschlägen die Politik mitgestalten will.

Auf den Anfang kommt es an - SPD im Kreis Böblingen diskutiert über frühkindliche Bildung

Marion von Wartenberg, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg diskutiert in der Kita des SV Böblingen mit Erzieherinnen, Eltern und Trägern auf Einladung der SPD über frühkindliche Bildung.

 

Vergangenen Donnerstag veranstaltete der SPD-Kreisverband gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Florian Wahl und der Landtagskandidatin Angelika Klingel eine Kreis-Kita-Konferenz. Der Einladung folgten Interessierte, darunter viele Erzieherinnen, Elternbeirats-Vertreter und Träger unterschiedlicher Einrichtungen in den vollen Bewegungsraum der Kita des SV Böblingen.

 

„In unseren Kitas findet längst nicht nur Betreuung sondern auch Bildung statt, welche für die Zukunft und den weiteren Bildungsweg der Kinder elementar ist. Unsere Kitas sind eine enorme Unterstützung für uns Eltern und ich habe größten Respekt vor der Arbeit, die unsere Erzieherinnen und Erzieher leisten“, erklärt Jasmina Hostert, Kreisvorsitzende und selbst Mutter einer dreijährigen Tochter.

 

Staatssekretärin Marion von Wartenberg betonte in ihrem Vortrag, dass in Baden-Württemberg unter der Grün-Roten Landesregierung die Mittel für den Ausbau der Kleinkinderbetreuung von 83 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 550 Millionen Euro in 2015 erhöht wurden, was auch dazu geführt hat, dass 2,9 Kinder auf eine Erzieherin oder einen Erzieher kommen - ein deutschlandweiter Spitzenwert. 

 

Ferner wurde deutlich gemacht, dass gerade die Sprachförderung und Bewegung ausschlaggebend für eine gute Entwicklung  der Kinder sind. Auch die Chancen auf eine gute Ausbildung oder ein Studium werden erhöht, Sprachschwierigkeiten, die circa 25% der Kinder haben, frühzeitig erkannt. „Wichtig ist die Träger und Erzieherinnen nicht allein zu lassen, weshalb das Land die Betriebsausgaben der Kitas für unter Dreijährige mit 68% und für Ü3-Kitas mit 63% finanziert“, erklärt der Landtagsabgeordnete Florian Wahl. 

 

„Vor allem junge Familien wollen echte Wahlfreiheit und einen freien Kopf für den Beruf oder die Pflege Angehöriger ohne dabei ihre Kinder zu vernachlässigen“, fügt die Landtagskandidatin Angelika Klingel hinzu. Nicht nur die Quantität zählt, sondern vor allem auch die Qualität, weswegen Florian Wahl besonders auf die neue praxisintegrierte Ausbildung, kurz PIA, hinwies. Der Beruf habe mehr Anerkennung gewonnen und bewege sich immer mehr auf Augenhöhe mit Lehrerinnen und Lehrern oder anderen pädagogischen Berufen, bestätigen auch die anwesenden Erzieherinnen. Einigkeit herrschte zudem darüber, dass der Ausbau der Kleinkindbetreuung und die frühkindliche Bildung in den letzten Jahren eine deutliche Aufwertung erfahren haben und es sehr wichtig sei an dem weiteren Ausbau und der Optimierung weiter zu arbeiten.

 

„Ich freue mich, dass wir dieses wichtige Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachten und uns austauschen konnten. Ganz herzlich möchte ich mich auch im Namen der SPD bei dem Präsidenten Jochen Reisch und dem Manager Harald Link bedanken, dass sie uns die Räumlichkeiten der Kita des SV Böblingen für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt haben“, so Hostert abschließend.